Willkommen bei der Galerie am POLYLOG in Wörgl, Ihrem Ansprechpartner für zeitgenössische Kunst und Kultur aus erster Hand.

Kunst und Kultur haben vor allem eins gemeinsam: Sie bereiten Menschen Freude und rufen Emotionen unterschiedlicher Art hervor.

Unsere Galerie ist seit 5. Oktober 2012 eröffnet.

Die nächsten Ausstellungen finden Sie unter Ausstellungen

 

LE POST È LA LERCH / DER ORT IST DER RAUM - 25.9. - 24.10.2020

Annatina Dermont - Yvonne Gienal - Karin Schmuck

Michael Schrattenthaler - Claus Soraperra - Tobias Tavella

 

Eröffnung: 25. September 19.00 Uhr

 

Ausstellungsdauer: 25. September - 24. Oktober 2020

 

Öffnungszeiten: Do, Fr 16.30 - 18.30, Sa 10.00 - 13.00 und 14.00 - 16.00

 

"Le post é la lerch" ist ladinisch und heißt "Der Ort ist der Raum". In einer Übernahme der von Günther Moschig kuratierten Ausstellung zur Trienala Ladin aus dem "Museum Ladin" in St. Martin in Thurn zeigt die Galerie am Polylog die von einer international besetzten Jury ausgewählten Arbeiten von fünf Künstlerinnen und Künstlern aus dem ladinischen Kulturraum vom Fassatal bis nach Graubünden und eines in aus Tirol stammenden Bildhauers.

 

Das übergreifende Thema der Ausstellung ist der Raum. Der "Raum" hat mit der Renaissance als perspektivischer Raum in die westliche Kunst Eingang gefunden und war bis zur Moderne die zentrale Bildidee. Bis heute hat sich der räumliche Erfahrungshorizont erweitert, der Raum wird als gestaltende Kraft für soziales Handeln verstanden.

Auch die zeitgenössische Kunst hat ein Interesse am Raum. Zum einen geht es ihr um die Reflexion politischer wie gesellschaftlicher Räume, zum anderen aber auch um räumliche Bedingungen für die Kunst selbst, um ihre Orte wie Ateliers und Ausstellungsräume.

 

Mit der Ausstellung "Le post é la lerch" wird die Galerie am Polylog zum Raum künstlerischen Handelns. Dabei wird die traditionelle Bindung des Raumes an kollektive Identitäten ebenso in Frage gestellt wie altvertraute Grenzziehungen.

 

Der ladinische Kulturraum zeigt sich prototypisch für einen territorial entgrenzten Raum, als Antithese zu einem nationalstaatlich eingeengten Raum- und Kulturbegriff.

Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich in unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen und Medien von Malerei, Fotografie bis Performance und Installation mit dem Thema "Raum". Als künstlerische Kategorie ist hier der geografische, politische und kulturelle Raum ebenso eingeschlossen wie der gelebte, erlebte und architektonische Raum.

Annatina Dermont, Anyway ?, 2019, Inkjetprint auf Aluminium, 40 x 30 cm, © Annatina Dermont

Virtueller Rundgang

Gerne laden wir Sie zu einem virtuellen Rundgang der letzten Ausstellung ein:

 

Friedrich Biedermann "I have seen reality" - Ein Rundgang in 4 Minuten

 

Umsetzung David Schreyer & Günther Moschig

ANIMAMINA - Hannes Seebacher - 31. Okt + 1. Nov.2020

co Birgit Pichler

„Flüstere zu den Felsen, in dem Versteckten lauscht etwas, nimmt das Wort entgegen, führt es weiter und vollendet es.“Ailo Gaup"

 

ANIMAMINA  - Seelenkörper/Körperseele

Anima – das Weibliche im Männlichen

 

Vernissage am 31. Okt. 18 Uhr - Die Ausstellung ist am 1. Nov von 10 bis 17 uhr geöffnet.

 

Der „Allround“ Künstler Hannes Seebacher ist in unseren Breiten schon lange kein Unbekannter mehr und nicht nur hier – ist er doch weitgereister Tiroler mit Stationen & zweiten Heimaten von Berlin über Wien und Arbeiten in der ganzen Welt

(Intl. Olympic Comittee mit Arbeiten in Lybien/Sabratha, Children Play mit Arbeiten in Thailand, Südafrika, Jordanien/Zataari, OFID/Opec Fund for International Developement mit Arbeiten in Amman/Jordanien sowie Beirut/Libanon und vieles mehr). Und er ist wieder daheim!

 

„Für dieses Projekt habe ich Eisberge in S/W Hochkontrast Monochrome fotografiert, sie anschließend gespiegelt, um eine Transformation in ihrem Erscheinungsbild zu erreichen. Die Magie der Symmetrie, welche vor Ort bei spiegelglattem Wasser ohnehin schon sichtbar wird, ein wenig zu erweitern und auf Licht und Form zu reduzieren“, so Seebacher.  

 

In den animistisch gelebten Kulturen früherer Zeit wurde die Welt als in sich beseelt empfunden und gesehen. Jegliche natürliche Erscheinung sei es ein Felsen, sei es eine Pflanze, ein Tier, die Sterne über uns, wir Menschen, war ein permanenter Ausdruck dieser Seele. Heute leben wir zu einem großen Teil in einer rationell dominierten, hochtechnisierten Welt und viele von uns wünschen sich bereits den,

für Sie der Vergänglichkeit und dem Leid unterworfenen Körper abzustreifen und ihren „Geist“, abgespalten von diesem, in eine austauschbare Maschine zu übertragen.

Durch den Begründer des modernen Rationalismus, René Descartes, der auch als einer der Wegbereiter zur Aufklärung gilt, ist der Weg der Trennung von Körper und Seele erst recht eröffnet worden. Der Leib wird als mechanistisches Objekt gesehen und der Geist und die Seele der immateriellen Gedankenwelt zugeschrieben.

Durch dieses rationale Denken und die Trennung von Körper, Geist und Seele in eigene „Einheiten“ ging eine Abspaltung vor sich, in der sich der moderne Mensch heute wiederfindet und viel vom Wunder des Lebens als Ganzes verloren hat.

Viele Menschen leiden darunter und nicht selten entstehen durch diese Entkoppelungen und den Verlust von dieser ursprünglichen Identität, Zivilisationskrankheiten und Leiden.

 

„Die Intention für dieses Fotoprojekt gründet sich auf der Vorstellung einer all-umfassenden Einheit von Körper und Seele“, so der Künstler Seebacher. Ebenso sieht er keine Trennung zwischen Individuum und Kollektiv.

 

„Die Ästhetik der Eisberge, diese gigantischen Skulpturen durch Gezeiten, Strömungen, Wind und Wasser geformt, um zu vergehen, lässt denken, dass auch der Mensch dazugehört. Die Oberfläche dieser Eiskörper ist gezeichnet durch all die physikalischen Vorgänge: Die Sonneneinstrahlung auf das Eis im Sommer, das hörbare Schmelzen bedingt durch die sich erwärmenden Gebiete, die aus dem Eis freiwerdende Luft, die knistert, die Risse bevor der Eisberg birst, die Türme aus Eis, die ins Wasser fallen und Tsunamis auslösen. All das mutet an als wären vernarbte, geschundene mit allen möglichen Linien und Mustern versehene Körper vor einem.

Die Linien und Formen, Durchlässe, Brücken, Grate, Spitzen, Wölbungen, Höhlungen, Oberflächen wie zerknittertes Papier mit einem plastischen Überzug aus schmelzendem und zum Teil gleich wieder frierendem Wasser, glasklare luftleere Einschlüsse schimmernd in allen vorstellbaren Abstufungen der Farbe Blau fühlen sich an wie ein vollkommenes Design, auch wenn Sie keiner vordergründigen Funktion unterliegen. Wenn große Teile des Eises abbrechen und Sie dadurch aus dem Gleichgewicht geraten, fangen Sie an zu kippen, sich zu drehen und das, was vorher nicht sichtbar war, kommt an die Oberfläche. Dieser Prozess erzeugt durch die enorme Masse dieser Körper ein langes Auf und Abtauchen, ein Schaukeln um einen inneren Mittelpunkt, bis dieser das Gleichgewicht wiedererlangt und in einer völlig veränderten Form in Erscheinung tritt.“ 

 

Die von Seebacher verwendete Metaphorik sowie die nachfolgenden Werke unterliegen einem Versuch uns wieder mit dem Körper zu vereinen, denn für ihn ist die Menschheit aus dem Himmelskörper Erde heraus erwachsen und durch unseren Körper haben wir in evolutionärer Weise ein Stadium der Selbstreflexion erreicht.

Der Körper an sich und seine uneingeschränkte Verbindung zur Welt ist die Grundlage für das Denken und als Conclusio somit jeglicher „Hand“lung.

Viktor Schauberger, ein vom Künstler favorisierter Naturbeobachter, spezialisiert

auf dem Gebiet Wasserkreislauf sagte einst: „Natur kapieren und dann kopieren“.

„Dazu muss man sich allerdings seiner Gegenwärtigkeit gewahr sein und das funktioniert meines Erachtens nur, wenn Körper, Geist und Seele wieder als Einheit empfunden werden“, so die Statements des Ausnahmekünstlers.

 

Es erwartet Sie eine großartige und nicht erwartbare Schau ANIMAMINA in der Galerie am Polylog am Samstag, 31. Okt. 2020 um 18.00 Uhr. Großformatige, mittel- und kleinformatige Fotografien von Eisbergen fotografiert in Ostgrönland, Scoresbysund), die nicht als solche zu identifizieren sind und an wunderbare Körperstrukturen erinnern.

 

INSTALLATION „THE LAND OF THE FALSE KING“

Zur gleichen Zeit der ANIMAMINA Ausstellung schmilzt die Installation

„the false king“ und es gibt einige Überraschungen für die Besucher der Vernissage.

Die starken, verzerrten und verzerrenden und verstörenden Köpfe des „falschen Königs“, der im Denken zuhause ist und so sein Reich regiert, dominieren die Installation des Künstlers. Alles unterhalb des „false kings“ leidet, denn „Mutter Erde“ ist zu weit von ihm entfernt und dient nur als Mittel zum Zweck. Nur solange „the false king“ im Schein des Lichtes ist, fühlen sich die Menschen wohl. Verschwindet der falsche König in die Dunkelheit bereitet das den Menschen Furcht - Ungewissheit und Leid sind die Folge. Somit tut der Mensch alles, um dem „falschen König“ gerecht zu werden und erniedrigt sich in falscher Demut vor dem Abgrund, der in unseren Köpfen wohnt. Dann ist laut des „falschen Königs“ das Himmelreich auf Erden und der Erfolg garantiert. Diese Methapher für die moderne Gesellschaft zeigt uns unsere Verwirrtheit, Verzagtheit und den Irrweg den die modernen Zivilisationen eingeschlagen haben.

 

Wenn man nun etwas Gemeinsames von jeder Seele sagen soll, so ist sie wohl die erste Vollendung eines natürlichen, organischen Körpers.

Aristoteles , 384 - 322 vor Christus, bestimmt mit seinem Werk "De anima/Über die Seele", dem wir die Äußerungen des Philosophen entnehmen, die Diskussion bis heute

Kunstgabe des Vereins am Polylog 2018/2019

Die neue Kunstgabe des Vereins am Polylog: Holzschnitte und Linolschnitte 2000-2004 von Peter Piek, 5 Motive zur Auswahl

 

Jedes Mitglied des Vereins am Polylog, erhält bei Zahlung des Mitgliedsbeitrages 2019 diese Kunstgabe gratis! Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 30€ - Infos hier

Mietmöglichkeit der Galerie

Die Galerie am Polylog kann zu einem günstigen Preis gemietet werden. Hier kommen Sie zu den Mietbedingungen und Preisen.

Wir beraten Sie gerne! Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf per Mail an info@am-polylog.at. Gerne können Sie einen Besichtigungstermin vereinbaren!

Führungen

Wir freuen uns Ihnen auch Führungen ausserhalb der Öffnungszeiten anbieten zu dürfen. Interessierte, wie zum Beispiel auch Schülergruppen mit ihren Lehrern bitten wir per Mail einen Termin zu vereinbaren -> info@am-polylog.at

Hier finden Sie uns

Galerie am POLYLOG
kunst.raum.wörgl
Speckbacherstr. 13-15
6300 Wörgl

Telefon: +43 5332 75505
info@am-polylog.at

www.am-polylog.at

Die Öffnungszeiten sind je nach Ausstellung unterschiedlich. Die Informationen dazu erhalten Sie unter dem Link Termine.

Öffnungszeiten bei Ausstellungen des Vereins am Polylog

Donnerstag, 16:30-18:30 Uhr
Freitag,  16:30-18:30 Uhr

Samstag, 10-13 + 14-16 Uhr, Feiertag geschlossen,
Gruppenführungen für Schulen und Interessierte nach Vereinbarung.
Kontakt: info@am-polylog.at