Die Galerie bleibt vorerst geschlossen

Kunst in der Galerie am POLYLOG in Wörgl

Willkommen bei der Galerie am POLYLOG in Wörgl, Ihrem Ansprechpartner für zeitgenössische Kunst und Kultur aus erster Hand.

Kunst und Kultur haben vor allem eins gemeinsam: Sie bereiten Menschen Freude und rufen Emotionen unterschiedlicher Art hervor.

Unsere Galerie ist seit 5. Oktober 2012 eröffnet.

FRIEDRICH BIEDERMANN - "I have seen reality"

Leider muss die Galerie wegen der Corona-Maßnahmen aktuell geschlossen bleiben. Wir hoffen, dass wir die Ausstellung sobald es wieder erlaubt ist weiter zeigen können.

 

 

Eröffnung: Freitag 6. März um 19.00 Uhr

 

Dauer der Ausstellung: ab 7. März

 

Öffnungszeiten: Donnerstag, Freitag 16.30 - 18.30, Samstag 10.00 - 13.00 und 14.00 - 16.00

 

Mit Friedrich Biedermann präsentiert die Galerie am Polylog in ihrer ersten Ausstellung 2020 einen Künstler aus der Region. Geboren und aufgewachsen in Hopfgarten hat er an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Sepp Auer und Franz West Bildhauerei und bei Brigitte Kowanz transmediale Kunst studiert. Von 2002 bis 2008 war er Lektor und Assistent am Institut für Bildende und Mediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst. Heute lebt und arbeitet er in Wien.

 

Friedrich Biedermanns Material ist das Licht. Es ist die Ontologie des Lichts, die er sich zu Eigen macht. Licht wird zum Beziehungsformer und Kommunikator. Dabei tritt es als dynamisches Geflecht innerhalb rigider geometrischer Systeme in Escheinung. Es ist ein Spiel zwischen realen und sinnlichen Akzentuierungen, die neue Analogien zu Bild, Skulptur und Raum erschaffen.

 

Der Mensch orientiert sich an Lichterfahrungen. Waren es früher die Kirchenfenster, die als Filter das Licht im Raum bestimmten so sind es heute die leuchtenden Oberflächen von Smartphones und Tablets die unser Weltbild im Alltag prägen. Biedermann erfindet Bild- und Farbkompositionen, die sich die Eigenschaften der Reflexion, der Interaktion, der Farbe und des Körpers des Lichts aneignen.

 

Das Licht beschreibt bei Friedrich Biedermann buchstäblich skizzenhaft den Charakter der Objekte, übernimmt gleichzeitig die Rolle des sensitiven Vermittlers und schafft neue Wirklichkeiten.

 

„I have seen reality“ heißt die für die Galerie am Polylog entwickelte Raumintervention, in der Überlegungen des Künstlers zu Wirklichkeitsfragmenten sichtbar werden.

© Studio Biedermann

AUSSTELLUNG - ANIMAMINA voraussichtlich am 25. September 2020 _ Infos folgen ! Künstler Hannes Seebacher

co Birgit Pichler

„Flüstere zu den Felsen, in dem Versteckten lauscht etwas, nimmt das Wort entgegen, führt es weiter und vollendet es.“

Ailo Gaup

 

ANIMAMINA  - Seelenkörper/Körperseele

Anima – das Weibliche im Männlichen

 

Der „Allround“ Künstler Hannes Seebacher ist in unseren Breiten schon lange kein Unbekannter mehr und nicht nur hier – ist er doch weitgereister Tiroler mit Stationen & zweiten Heimaten von Berlin über Wien und Arbeiten in der ganzen Welt

(Intl. Olympic Comittee mit Arbeiten in Lybien/Sabratha, Children Play mit Arbeiten in Thailand, Südafrika, Jordanien/Zataari, OFID/Opec Fund for International Developement mit Arbeiten in Amman/Jordanien sowie Beirut/Libanon und vieles mehr). Und er ist wieder daheim!

 

„Für dieses Projekt habe ich Eisberge in S/W Hochkontrast Monochrome fotografiert, sie anschließend gespiegelt, um eine Transformation in ihrem Erscheinungsbild zu erreichen. Die Magie der Symmetrie, welche vor Ort bei spiegelglattem Wasser ohnehin schon sichtbar wird, ein wenig zu erweitern und auf Licht und Form zu reduzieren“, so Seebacher.  

 

In den animistisch gelebten Kulturen früherer Zeit wurde die Welt als in sich beseelt empfunden und gesehen. Jegliche natürliche Erscheinung sei es ein Felsen, sei es eine Pflanze, ein Tier, die Sterne über uns, wir Menschen, war ein permanenter Ausdruck dieser Seele. Heute leben wir zu einem großen Teil in einer rationell dominierten, hochtechnisierten Welt und viele von uns wünschen sich bereits den,

für Sie der Vergänglichkeit und dem Leid unterworfenen Körper abzustreifen und ihren „Geist“, abgespalten von diesem, in eine austauschbare Maschine zu übertragen.

Durch den Begründer des modernen Rationalismus, René Descartes, der auch als einer der Wegbereiter zur Aufklärung gilt, ist der Weg der Trennung von Körper und Seele erst recht eröffnet worden. Der Leib wird als mechanistisches Objekt gesehen und der Geist und die Seele der immateriellen Gedankenwelt zugeschrieben.

Durch dieses rationale Denken und die Trennung von Körper, Geist und Seele in eigene „Einheiten“ ging eine Abspaltung vor sich, in der sich der moderne Mensch heute wiederfindet und viel vom Wunder des Lebens als Ganzes verloren hat.

Viele Menschen leiden darunter und nicht selten entstehen durch diese Entkoppelungen und den Verlust von dieser ursprünglichen Identität, Zivilisationskrankheiten und Leiden.

 

„Die Intention für dieses Fotoprojekt gründet sich auf der Vorstellung einer all-umfassenden Einheit von Körper und Seele“, so der Künstler Seebacher. Ebenso sieht er keine Trennung zwischen Individuum und Kollektiv.

 

„Die Ästhetik der Eisberge, diese gigantischen Skulpturen durch Gezeiten, Strömungen, Wind und Wasser geformt, um zu vergehen, lässt denken, dass auch der Mensch dazugehört. Die Oberfläche dieser Eiskörper ist gezeichnet durch all die physikalischen Vorgänge: Die Sonneneinstrahlung auf das Eis im Sommer, das hörbare Schmelzen bedingt durch die sich erwärmenden Gebiete, die aus dem Eis freiwerdende Luft, die knistert, die Risse bevor der Eisberg birst, die Türme aus Eis, die ins Wasser fallen und Tsunamis auslösen. All das mutet an als wären vernarbte, geschundene mit allen möglichen Linien und Mustern versehene Körper vor einem.

Die Linien und Formen, Durchlässe, Brücken, Grate, Spitzen, Wölbungen, Höhlungen, Oberflächen wie zerknittertes Papier mit einem plastischen Überzug aus schmelzendem und zum Teil gleich wieder frierendem Wasser, glasklare luftleere Einschlüsse schimmernd in allen vorstellbaren Abstufungen der Farbe Blau fühlen sich an wie ein vollkommenes Design, auch wenn Sie keiner vordergründigen Funktion unterliegen. Wenn große Teile des Eises abbrechen und Sie dadurch aus dem Gleichgewicht geraten, fangen Sie an zu kippen, sich zu drehen und das, was vorher nicht sichtbar war, kommt an die Oberfläche. Dieser Prozess erzeugt durch die enorme Masse dieser Körper ein langes Auf und Abtauchen, ein Schaukeln um einen inneren Mittelpunkt, bis dieser das Gleichgewicht wiedererlangt und in einer völlig veränderten Form in Erscheinung tritt.“ 

 

Die von Seebacher verwendete Metaphorik sowie die nachfolgenden Werke unterliegen einem Versuch uns wieder mit dem Körper zu vereinen, denn für ihn ist die Menschheit aus dem Himmelskörper Erde heraus erwachsen und durch unseren Körper haben wir in evolutionärer Weise ein Stadium der Selbstreflexion erreicht.

Der Körper an sich und seine uneingeschränkte Verbindung zur Welt ist die Grundlage für das Denken und als Conclusio somit jeglicher „Hand“lung.

Viktor Schauberger, ein vom Künstler favorisierter Naturbeobachter, spezialisiert

auf dem Gebiet Wasserkreislauf sagte einst: „Natur kapieren und dann kopieren“.

„Dazu muss man sich allerdings seiner Gegenwärtigkeit gewahr sein und das funktioniert meines Erachtens nur, wenn Körper, Geist und Seele wieder als Einheit empfunden werden“, so die Statements des Ausnahmekünstlers.

 

Es erwartet Sie eine großartige und nicht erwartbare Schau ANIMAMINA in der Galerie am Polylog am Freitag, 17. April 2020 um 19.00 Uhr. Großformatige, mittel- und kleinformatige Fotografien von Eisbergen fotografiert in Ostgrönland, Scoresbysund), die nicht als solche zu identifizieren sind und an wunderbare Körperstrukturen erinnern.

 

INSTALLATION „THE LAND OF THE FALSE KING“

Zur gleichen Zeit der ANIMAMINA Ausstellung schmilzt die Installation

„the false king“ und es gibt einige Überraschungen für die Besucher der Vernissage.

Die starken, verzerrten und verzerrenden und verstörenden Köpfe des „falschen Königs“, der im Denken zuhause ist und so sein Reich regiert, dominieren die Installation des Künstlers. Alles unterhalb des „false kings“ leidet, denn „Mutter Erde“ ist zu weit von ihm entfernt und dient nur als Mittel zum Zweck. Nur solange „the false king“ im Schein des Lichtes ist, fühlen sich die Menschen wohl. Verschwindet der falsche König in die Dunkelheit bereitet das den Menschen Furcht - Ungewissheit und Leid sind die Folge. Somit tut der Mensch alles, um dem „falschen König“ gerecht zu werden und erniedrigt sich in falscher Demut vor dem Abgrund, der in unseren Köpfen wohnt. Dann ist laut des „falschen Königs“ das Himmelreich auf Erden und der Erfolg garantiert. Diese Methapher für die moderne Gesellschaft zeigt uns unsere Verwirrtheit, Verzagtheit und den Irrweg den die modernen Zivilisationen eingeschlagen haben.

 

Wenn man nun etwas Gemeinsames von jeder Seele sagen soll, so ist sie wohl die erste Vollendung eines natürlichen, organischen Körpers.

Aristoteles , 384 - 322 vor Christus, bestimmt mit seinem Werk "De anima/Über die Seele", dem wir die Äußerungen des Philosophen entnehmen, die Diskussion bis heute

Die nächsten Ausstellungen finden Sie unter Ausstellungen
 

Kunstgabe des Vereins am Polylog 2018/2019

Die neue Kunstgabe des Vereins am Polylog: Holzschnitte und Linolschnitte 2000-2004 von Peter Piek, 5 Motive zur Auswahl

 

Jedes Mitglied des Vereins am Polylog, erhält bei Zahlung des Mitgliedsbeitrages 2019 diese Kunstgabe gratis! Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 30€ - Infos hier

Mietmöglichkeit der Galerie

Die Galerie am Polylog kann zu einem günstigen Preis gemietet werden. Hier kommen Sie zu den Mietbedingungen und Preisen.

Wir beraten Sie gerne! Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf per Mail an info@am-polylog.at. Gerne können Sie einen Besichtigungstermin vereinbaren!

Führungen

Wir freuen uns Ihnen auch Führungen ausserhalb der Öffnungszeiten anbieten zu dürfen. Interessierte, wie zum Beispiel auch Schülergruppen mit ihren Lehrern bitten wir per Mail einen Termin zu vereinbaren -> info@am-polylog.at

Hier finden Sie uns

Galerie am POLYLOG
kunst.raum.wörgl
Speckbacherstr. 13-15
6300 Wörgl

Telefon: +43 5332 75505
info@am-polylog.at

www.am-polylog.at

Die Öffnungszeiten sind je nach Ausstellung unterschiedlich. Die Informationen dazu erhalten Sie unter dem Link Termine.

Öffnungszeiten bei Ausstellungen des Vereins am Polylog

Donnerstag, 16:30-18:30 Uhr
Freitag,  16:30-18:30 Uhr

Samstag, 10-13 + 14-16 Uhr, Feiertag geschlossen,
Gruppenführungen für Schulen und Interessierte nach Vereinbarung.
Kontakt: info@am-polylog.at